
Rezepturverwaltung – Videokurs zur SPS-Technik

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Online-Kurs zur Rezepturverwaltung in WinCC und im TIA Portal: Du legst Rezepturen an, verschaltest Rezepturelemente, schützt und sicherst Datensätze, nutzt Steueraufträge und programmierst am Ende eine eigene Rezepturverwaltung in SCL.
Du willst Rezepturen im TIA Portal sicher anlegen, schützen und selbst programmieren? Rezepturverwaltung – TIA Portal und SCL führt dich durch zwei Wege: Du baust zuerst die klassische Rezepturverwaltung in WinCC auf und entwickelst anschließend deine eigene Lösung in SCL. Damit kannst du Parametersätze passend zu deiner Anlage verwalten – auch dann, wenn dein Bediengerät keine Rezepturfunktion mitbringt. Der deutschsprachige Online-Videokurs richtet sich an fortgeschrittene SPS- und HMI-Anwender, die ihre Vorkenntnisse gezielt in die Praxis übertragen wollen.
Rezepturverwaltung – TIA Portal und SCL: Zwei Wege für deine Anlage
Eine Rezepturverwaltung soll mehr leisten, als Werte in einer Tabelle abzulegen. Sie soll optimierte Parameter erhalten, Produktwechsel vereinfachen und dem Bedienpersonal ermöglichen, selbstständig mit Datensätzen zu arbeiten. Genau diesen Bogen spannt der Kurs: vom Aufbau in WinCC über den Schutz vor Fehlbedienung und das automatisierte Laden aus der SPS bis zur selbst programmierten Rezepturverwaltung in SCL.
Du lernst zunächst die vorhandenen Funktionen des Bediengeräts kennen. Danach gehst du einen Schritt weiter: Die eigene SCL-Variante läuft laut SPS-Tutorial auf allen HMI und mit jeder CPU. Du bist damit nicht auf ein hochpreisiges Panel angewiesen, das eine Rezepturverwaltung serienmäßig mitbringt. Das eröffnet dir mehr Spielraum bei der Hardwareauswahl und kann Hardwarekosten sparen.
Genauso wichtig ist der Schutz deiner Arbeit. Wenn Prozessoptimierer über Monate Parameter verbessern, dürfen diese Werte nicht durch eine unbedachte Bedienhandlung verloren gehen. Du lernst, Berechtigungen und Bedienoberflächen darauf auszurichten. Gleichzeitig kann das Bedienpersonal neue Produkte anlegen und Prozessparameter anpassen, ohne dich für jede Änderung hinzuzurufen. Du gewinnst Zeit für die nächsten Programmieraufgaben.
Die klassische Rezepturverwaltung beherrschen
Du verstehst den Aufbau, legst Rezepturen und Variablen an, verbindest HMI und Steuerung und richtest die Bedienung passend zu deiner Anlage ein.
Die eigene Lösung in SCL entwickeln
Du programmierst eine geräteunabhängige Rezepturverwaltung und kannst auch Bediengeräte einsetzen, die von Haus aus keine entsprechende Funktion anbieten.
So baust du die klassische Rezepturverwaltung in WinCC auf
Der erste Themenblock schafft eine nachvollziehbare Grundlage: Du lernst Aufbau und Funktionsweise der klassischen Rezepturverwaltung kennen und setzt sie Schritt für Schritt um. Ein durchgehendes Getränke-Beispiel mit Rezeptur- und Elementtabelle macht sichtbar, wie aus einzelnen Parametern bedienbare Datensätze werden.
CPU und Bediengerät projektieren
Du beginnst dort, wo die Verbindung zwischen Steuerung und Visualisierung entsteht: Unter „Geräte & Netze“ wählst du CPU und Bediengerät aus und erstellst die Hardwarekonfiguration. So steht die Projektstruktur, bevor du Rezepturdaten und Bedienfunktionen aufbaust.

Rezepturdaten in der SPS vorbereiten
Anschließend legst du einen Rezeptur-Datenbaustein in der Steuerung an. Darin werden die Variablen vorbereitet, mit denen die Rezepturverwaltung arbeitet. Am Beispiel erkennst du, wie die Daten auf SPS-Seite organisiert sind und welche Werte später mit dem Bediengerät verbunden werden.

Rezeptur und Rezepturvariablen im HMI anlegen
Im Bediengerät erstellst du die Rezeptur und die zugehörigen Rezepturvariablen. Die Darstellung am TP700 Comfort zeigt dir, wo du die Einstellungen im Projekt findest. Mit der Getränke-Rezeptur und ihrer Elementtabelle verfolgst du, wie die einzelnen Bestandteile zu einer zusammenhängenden Datenstruktur werden.


Rezepturelemente verschalten und Datensätze sichern
Du verbindest die Werte zwischen Datenbaustein und Bediengerät und richtest das Rezepturelement im HMI-Bild ein. Damit bleibt die Rezeptur nicht nur eine Projektierung im Editor: Du lernst, sie am Bediengerät zu bedienen und Datensätze zu sichern. Verbindung und Adressierung werden dabei ebenso behandelt wie die sichtbare Bedienoberfläche.


Diese Vorgehensweise ist auch für bestehende Anlagen interessant: Laut Anbieter ist das Anlegen der Rezepturverwaltung im TIA Portal und im klassischen Simatic Manager mit WinCC flexible identisch. Du kannst das Wissen deshalb auch in älteren Projekten einsetzen.
Schütze optimierte Parameter und passe die Bedienung an
Eine funktionierende Rezepturverwaltung braucht klare Grenzen zwischen den Aufgaben verschiedener Anwender. Ein Prozessoptimierer muss Parameter verändern können; ein Anlagenbediener benötigt dagegen eine auf seine Arbeit abgestimmte Ansicht. Im Kurs lernst du, diese Anforderungen in der Projektierung abzubilden.
Über Eigenschaften → Security vergibst du Berechtigungsstufen. Damit schützt du Funktionen und Werte gezielt gegen Fehlbedienung. Zusätzlich baust du eine zweite Rezepturansicht auf, deren Umfang auf den Anlagenbediener reduziert ist. So muss nicht jeder Anwender mit denselben Möglichkeiten arbeiten.

Der praktische Nutzen ist unmittelbar: Parameter, die über Monate optimiert wurden, sind nicht mehr allein von der Aufmerksamkeit bei jeder einzelnen Bedienhandlung abhängig. Du richtest die Oberfläche so ein, dass die vorgesehenen Aufgaben und Berechtigungen zusammenpassen.
Nur die Bedienelemente zeigen, die deine Anlage braucht
Du lernst außerdem, die Rezepturverwaltung zu individualisieren. Über die Eigenschaften des Rezepturelements passt du Bedienelemente, Symbolleiste und Schaltflächen an. Dadurch entsteht eine Ansicht, die sich an den Abläufen deiner Anlage orientiert, statt sämtliche verfügbaren Funktionen unverändert anzubieten.


Die Lektion „Rezepturen schützen und individualisieren“ kannst du kostenlos und ohne Anmeldung ansehen. Sie gibt dir einen konkreten Einblick in die Arbeitsweise des Kurses und zeigt, wie Schutz und Bedienkomfort zusammenkommen.

Lade und durchsuche Datensätze direkt aus der SPS
Wenn Datensätze passend zum Anlagenablauf bereitstehen sollen, ist manuelles Laden nicht immer der passende Weg. Im zweiten Themenblock arbeitest du deshalb mit Steueraufträgen. Du lernst, Rezepturen und Datensätze aus der SPS heraus zu laden, zu verändern oder neu anzulegen.
SPS-Tutorial stellt Steueraufträge als elegantere und einfachere Lösung gegenüber manuellen Wegen vor. Ein eigenes Video im Kursbereich behandelt diesen Ansatz. Du siehst, wie die Steuerung Aufgaben übernimmt, die sonst über einzelne Bedienhandlungen ausgelöst werden müssten.

Ein Praxisbeispiel zeigt das automatisierte Durchsuchen und Laden von Datensätzen. Dabei wird ein zusätzlicher, erweiterter Datensatz in rund fünf Minuten eingebunden. Diese Zeit bezieht sich auf das gezeigte Beispiel und macht anschaulich, wie sich eine vorbereitete Lösung erweitern lässt.
Für deinen Alltag bedeutet das: Rezepturdaten können gezielter in den Steuerungsablauf eingebunden werden. Zugleich erhältst du eine Grundlage dafür, dass das Bedienpersonal mit neuen Produkten und angepassten Prozessparametern arbeiten kann, während du dich bereits anderen Aufgaben widmest.
Programmiere deine eigene Rezepturverwaltung in SCL
Im dritten Themenblock löst du dich von der klassischen Rezepturverwaltung eines bestimmten Bediengeräts. Du programmierst die Rezepturverwaltung selbst in SCL. Rene Kaiser bezeichnet diesen Ansatz als „Königsklasse“, weil du damit die Flexibilität einer eigenen Lösung erhältst.
Der entscheidende Vorteil: Die selbst programmierte Variante ist laut Anbieter auf allen HMI und mit jeder CPU einsetzbar. Dein Touchpanel muss also keine Rezepturfunktion mitbringen. Gerade wenn die Hardwareauswahl sonst durch diese Anforderung eingeschränkt wäre, bietet dir die SCL-Lösung einen anderen Weg.
Vorlagen direkt für dein Projekt nutzen
Die im Kurs verwendeten Programme und Bausteine stehen als Download-Vorlagen bereit. Du kannst sie sofort in dein eigenes Projekt integrieren und musst die gezeigte Lösung nicht vollständig von Grund auf nachbauen.
Damit verbindest du Verständnis und Umsetzung: Du verfolgst die Programmierung im Video und hast zugleich die verwendeten Programme zur Hand. Der Kurs endet nicht bei der Bedienung einer vorhandenen Funktion, sondern führt dich zu einer selbst aufgebauten Rezepturverwaltung für deine Projekte.
Lerne praxisnah mit Vorkenntnissen – ohne reale SPS
Die fünf Lektionen sind in die drei Themenblöcke klassische Rezepturverwaltung, Rezepturen mit Steueraufträgen durchsuchen und eigene Rezepturverwaltung in SCL gegliedert. Sie bauen aufeinander auf. Gleichzeitig kannst du jede Lektion direkt anspringen, wenn du einen bestimmten Arbeitsschritt erneut ansehen möchtest.
Der Kurs richtet sich an SPS-Programmierer, Automatisierungstechniker, Instandhalter, Meister, Techniker und Auszubildende mit passenden Vorkenntnissen. Entscheidend ist weniger deine Berufsbezeichnung als die Frage, ob du bereits mit SPS und WinCC arbeitest und Rezepturen oder Parametersätze sicher verwalten möchtest.
Das solltest du mitbringen
- SPS-Grundkenntnisse: Du kannst auf vorhandenem Wissen aufbauen und dich auf die Rezepturverwaltung konzentrieren.
- WinCC-Grundkenntnisse: Du kennst die Grundlagen der Visualisierung und kannst die gezeigten Projektierungsschritte einordnen.
- TIA Portal mit WinCC auf deinem Rechner: Damit steht dir die benötigte Softwareumgebung zur Verfügung.
Eine reale SPS ist nicht erforderlich. Du brauchst keine Hardware auf dem Schreibtisch. Auch ein Touchpanel mit Rezepturfunktion ist keine Voraussetzung, denn im letzten Kursteil lernst du die selbst programmierte Variante kennen.
Wenn dir die SPS-Grundlagen noch fehlen, empfiehlt der Anbieter zunächst den kostenlosen SPS-Grundlagenkurs Teil 1. Rezepturverwaltung – TIA Portal und SCL ist ausdrücklich ein weiterführender Kurs.
Der Praxisbezug kommt auch aus der Erfahrung hinter SPS-Tutorial: Rene Kaiser arbeitet seit 2010 als SPS-Programmierer. Er beschreibt rund zehn Jahre Erfahrung mit komplexen Anlagen im Sondermaschinenbau, hat Projekte begleitet und Teams geführt. In den Lektionen beantwortet er Teilnehmerfragen persönlich mit konkreten Lösungswegen – etwa zur Sicherung von Rezepturen auf SD-Karte oder USB-Stick bei TIA V16.
Schau vorher hinein und nutze den Kurs dauerhaft
Du möchtest erst sehen, wie die Inhalte vermittelt werden? Zwei Lektionen sind kostenlos und ohne Anmeldung ansehbar:
- „Standardrezepturen erstellen und sichern“
- „Rezepturen schützen und individualisieren“
So kannst du anhand konkreter Arbeitsschritte einschätzen, ob Erklärungstempo und fachliches Niveau zu deinem Vorwissen passen. Anschließend bestimmst du selbst, wann, wo und wie lange du lernst. Die Videos lassen sich zeit- und ortsunabhängig in deinen Arbeitsalltag einbauen.
Ein einmal erworbener Kurszugang bleibt laut Anbieter dauerhaft erhalten. Du kannst alle Inhalte beliebig oft ansehen; neue Lektionen kommen kostenlos dazu. Wenn du später wieder vor einer Rezepturaufgabe stehst, kannst du den passenden Abschnitt erneut aufrufen.
Ein Teilnahmezertifikat mit den Kursinhalten ist inklusive. Als registrierter Teilnehmer kannst du es 14 Tage nach Erwerb selbst herunterladen.
Auch für mehrere Mitarbeiter gibt es eine Firmenlösung: Auf Anfrage erstellt SPS-Tutorial ein individuelles Angebot. Jeder Mitarbeiter erhält einen eigenen Kurszugang und kann damit im eigenen Tempo lernen.
Das erklärte Ziel des Anbieters ist, die wichtigen Fragen zur Rezepturverwaltung zu beantworten und dir Zeit sowie Kosten zu sparen. Dafür verbindet der Kurs sichere Bedienung, automatisierte Datensatzverarbeitung und eine eigene SCL-Lösung mit Vorlagen, die du direkt für deine Arbeit verwenden kannst.
Inhalt und Aufbau im Überblick
| Baustein | Lektion | Was dich erwartet |
|---|---|---|
| Klassische Rezepturen | Klassische Rezepturverwaltung | Rezepturen im TIA Portal und in WinCC anlegen, Rezepturelemente verschalten, Rezepturen bedienen, sichern und schützen. |
| Steueraufträge | Rezepturen durchsuchen | Datensätze aus der SPS steuern und Steueraufträge einsetzen, um Rezepturen zu durchsuchen, zu laden und zu verändern. |
| Eigene Verwaltung | Eigene Rezepturverwaltung | Eine eigene Rezepturverwaltung programmieren, statt ausschließlich auf die Standardfunktionen zu setzen. |
| Rezeptur in SCL | Rezeptur in SCL erstellen | Umsetzung einer Rezeptur in der Hochsprache SCL – Schritt für Schritt selbst programmiert. |
Häufige Fragen zu Rezepturverwaltung – TIA Portal und SCL
Ich habe keine eigene SPS zum Üben.
Für den Kurs ist keine reale SPS erforderlich. TIA Portal mit WinCC auf deinem Rechner genügt als Softwareumgebung. Du brauchst keine zusätzliche Hardware auf dem Schreibtisch.
Mein Panel hat gar keine Rezepturverwaltung.
Im letzten Kursteil programmierst du eine eigene Rezepturverwaltung in SCL. Diese Variante läuft laut Anbieter auf allen HMI und mit jeder CPU. Du bist deshalb nicht auf ein Panel mit serienmäßiger Rezepturfunktion angewiesen.
Ich weiß nicht, ob der Kurs zu mir passt.
Du kannst die beiden Lektionen „Standardrezepturen erstellen und sichern“ sowie „Rezepturen schützen und individualisieren“ kostenlos und ohne Anmeldung ansehen. Damit erhältst du vorab einen Einblick in Inhalte, Vorgehensweise und Anspruch.
Welche Vorkenntnisse brauche ich?
Du solltest SPS-Grundkenntnisse und WinCC-Grundkenntnisse mitbringen. Der Kurs ist für fortgeschrittene Anwender gedacht. Falls dir die SPS-Basis noch fehlt, empfiehlt der Anbieter den kostenlosen SPS-Grundlagenkurs Teil 1 als Einstieg.
Kann ich das Wissen auch in älteren Projekten einsetzen?
Ja. Die gezeigte Vorgehensweise zum Anlegen der Rezepturverwaltung ist laut Anbieter im TIA Portal und im klassischen Simatic Manager mit WinCC flexible identisch. Damit ist das Wissen auch für entsprechende Altprojekte nutzbar.
Wie lange kann ich auf den Kurs zugreifen?
Der einmal erworbene Zugang bleibt laut Anbieter dauerhaft bestehen. Du kannst die Lektionen beliebig oft ansehen und direkt anspringen. Neue Lektionen werden kostenlos ergänzt.
Erhalte ich ein Teilnahmezertifikat?
Ja, das Teilnahmezertifikat mit den Kursinhalten ist inklusive. Registrierte Teilnehmer können es 14 Tage nach Erwerb selbst herunterladen.

Autor: SPS-Tutorial
Komplexe Anlagen programmieren und Praxiswissen weitergeben: Dafür steht SPS-Tutorial. Kunden erhalten Onlinekurse zur SPS-Programmierung, darunter einen Kurs zur Rezepturverwaltung mit TIA Portal und SCL.
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