E-BookWissenschaftsgeschichte

Friedrich Hunds langer Weg nach Göttingen

Wissenschaftshistorischer Band über die Jahre 1945 bis 1951, in denen der Physiker Friedrich Hund in Leipzig und Jena wirkte, bevor er nach Göttingen ging – für Physikinteressierte, Studierende und Historiker, 218 Seiten mit 60 Abbildungen.

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Friedrich Hunds langer Weg nach Göttingen führt Sie in die Jahre 1945–1951, von Leipzig über Jena nach Göttingen. Auf 218 Seiten mit 60 Abbildungen erschließt der Band die wenig beleuchteten Nachkriegsjahre eines der prägendsten Köpfe der modernen Physik. Sie verfolgen wissenschaftliche Arbeit und persönliche Entscheidungen im historischen Zusammenhang – als E-Book in der PDF-Ausgabe zum Sofort-Download.

Wer war Friedrich Hund?

(2026) (2026)

Die Hundschen Regeln und die Molekülorbitaltheorie gehören zu den Grundlagen moderner Physik und Chemie. Friedrich Hund gilt als ihr Begründer; sein wissenschaftliches Werk umfasst rund 250 Aufsätze und Bücher. Für seine Leistungen erhielt er 1943 die Max-Planck-Medaille und 1974 den Otto-Hahn-Preis. Anders als Werner Heisenberg war er nicht am Uranprojekt zur Kernwaffenentwicklung beteiligt.

Hinter diesem wissenschaftlichen Rang steht ein Lebensweg durch politische Umbrüche. Hund war von 1929–1946 Professor in Leipzig und übernahm dort 1945 das Amt des Prorektors. Einen Ruf nach Rostock lehnte er 1946 ab. Sein anschließender Weg nach Jena bildet einen Schwerpunkt des Bandes: Hier trafen akademischer Neubeginn und politische Erwartungen unmittelbar aufeinander.

Laut Universität Jena war Hund von 1946–1951 ordentlicher Professor für Theoretische Physik am Theoretisch-Physikalischen Institut; 1948 wurde er Rektor. Diese Jenaer Jahre liegen im Zentrum der Darstellung. Sie lernen damit nicht nur den Forscher kennen, dessen Name aus Lehrbüchern vertraut ist, sondern auch den Hochschullehrer und Verantwortungsträger in der Nachkriegszeit.

Was dieser Band über 1945–1951 erzählt

Der Untertitel „Wanderjahre und Grenzgänge eines Physikers in Leipzig und Jena 1945–1951“ benennt den klar umrissenen Gegenstand. Statt Hunds gesamtes Leben gleichmäßig auszubreiten, schließt der Band eine bislang wenig beleuchtete Lücke: Wie wirkten politische Zumutungen, wissenschaftliche Leidenschaft und persönliche Entscheidungen in diesen sechs Jahren zusammen?

Laut Verlag porträtiert das Buch einen Physiker, der sich weder vor wechselnden Besatzungsmächten noch vor ideologischen Erwartungen beugte. Als Forscher, Lehrer, Rektor und kritischer Zeitzeuge bewegte Hund sich zwischen Systemen und Überzeugungen. So wird sein Weg zu einer Geschichte über Haltung, Mut, Maßstäbe und die Freiheit des Denkens.

Die Darstellung beruht laut Verlagsbeschreibung auf Interviews, Dokumenten und Erinnerungen. Sie erhalten deshalb nicht nur einzelne Anekdoten, sondern eine zusammenhängende Rekonstruktion. Wissenschaftliche Beiträge, persönliche Rückblicke und Hunds eigene Texte eröffnen unterschiedliche Zugänge zu den Entscheidungen, die schließlich nach Göttingen führten.

Was Sie aus dem Band mitnehmen

  • Hunds Wirken 1945–1951 im Zusammenhang verstehen.
  • Die Situation der Physik in der Nachkriegszeit einordnen.
  • Die Wege und Grenzgänge nach Göttingen nachvollziehen.
  • Einen wissenschaftshistorischen Fachband mit 60 Abbildungen nutzen.

Inhalt und Aufbau des Buches

Kapitel/TeilAutorInhalt
Jenaer JahreHelmut G. WaltherBerufung 1946; Rektorwahl, Wartburgtreffen Pfingsten, Rücktritt und politische Instrumentalisierung Herbst 1948; letzte Jahre 1950/51; Bruch mit der DDR 1951
LebenswegGerhard HundHerkunft, frühe Bildung, Göttingen der 1920er, „Quantenphysik und Bonzen“, Leipzig 1945, „Würde statt Gehorsam“, Neuanfang in Jena, Familienleben
Abschied und WestenGerhard HundAbschied aus Jena, „Drei Züge nach Westen“, „Göttingen als Heimat“
Gespräch 1991Konrad Lindner mit Friedrich Hund„Schauplatz der Quantentheorie: Heisenberg und Hund in Leipzig“, S. 135–188, Aufnahmen aus Göttingen vom 20./21. Juni 1991, eigener DOI
Weitere BeiträgeGerhard Weber, Michael Schaaf, Andreas Wipf u. a.Beiträge des Autorenkreises, ergänzt um Texte von Friedrich Hund selbst
ApparatHerausgeberTitelei, Inhaltsverzeichnis und Personenregister, 60 Abbildungen

Auf 218 Seiten mit 60 Abbildungen verbindet der Band historische Einordnung mit Familienerinnerungen und Zeitzeugenschaft. Helmut G. Walthers erstes Kapitel macht die Abfolge von Berufung, Rektorat und politischem Bruch nachvollziehbar; Gerhard Hund ergänzt die familiäre Perspektive. Erschienen ist das Buch im Verlag für Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik, einem Fachverlag für Wissenschaftsgeschichte.

Das Gespräch von 1991 – erstmals zugänglich

Ein besonderer Quellenzugang liegt auf den Seiten 135–188: das Kapitel „Schauplatz der Quantentheorie: Heisenberg und Hund in Leipzig – Friedrich Hund im Gespräch, Aufnahmen aus Göttingen vom 20./21. Juni 1991“. Konrad Lindner sprach damals mit dem 95-jährigen Hund. Laut Verlag wird das vollständige Gespräch erst in diesem Buch publizistisch zugänglich gemacht.

Hund berichtet aus erster Hand über die Situation der Naturforscher in Leipzig während Diktatur und Krieg, über die Bombardierung und Besetzung der Stadt. Zur Sprache kommt auch der Verlust der jüdischen Meisterschüler Felix Bloch und Edward Teller ab 1933. Für Ihre Lektüre bedeutet das: Neben der historischen Rekonstruktion steht die ausführliche Erinnerung eines unmittelbar Beteiligten.

Das Interviewkapitel besitzt einen eigenen DOI, eine dauerhafte Kennung für die wissenschaftliche Referenzierung. Damit lässt es sich gezielt in Seminararbeiten, Lehre und Forschung heranziehen. Den Interviewer Konrad Lindner holte Mitherausgeber Paul Seidel 2023 in das Buchprojekt – so fand das Gespräch seinen Platz in der Darstellung von Hunds Leipziger und Jenaer Jahren.

Wer hinter dem Buch steht

Herausgegeben wird Friedrich Hunds langer Weg nach Göttingen von Wolfgang Ziegler, Paul Seidel und Ralf Hahn. Der Band versammelt Beiträge von Historikern und Physikern, Erinnerungen aus der Familie sowie Texte Hunds selbst. Diese unterschiedlichen Perspektiven führen wissenschaftliche Arbeit, Hochschulgeschichte und persönliche Erfahrung zusammen.

  • Wolfgang Ziegler, Paul Seidel und Ralf Hahn verantworten den Band als Herausgeber.
  • Helmut G. Walther behandelt Hunds Jenaer Jahre als Physiker und Nachkriegsrektor.
  • Gerhard Hund erschließt als Sohn die familiäre Perspektive auf den Lebensweg.
  • Konrad Lindner steuert das Gespräch mit Friedrich Hund bei.
  • Gerhard Weber, Michael Schaaf und Andreas Wipf gehören zum weiteren Autorenkreis.
  • Texte von Friedrich Hund selbst ergänzen die Beiträge.

Das Buchprojekt entstand auf Initiative des Alumnivereins der Physikalisch-Astronomischen Fakultät e. V. an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und wurde für das Quantenjahr 2025 konzipiert. Paul Seidel ist Tieftemperaturphysiker und Vorsitzender des Vereins. Die Verbindung zu Jena ist damit nicht nur Gegenstand des Buches, sondern auch Ausgangspunkt seiner Entstehung.

Hunds Name steht in Jena weiterhin für wissenschaftliche Exzellenz: Der Alumniverein der Physikalisch-Astronomischen Fakultät vergibt die Friedrich-Hund-Dissertationspreise, gefördert von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung. Der Band knüpft an diese Erinnerungskultur an, indem er die historischen Entscheidungen hinter dem heute gewürdigten Namen sichtbar macht.

Als Band 3 gehört das Buch zur Reihe „Jenaer Beiträge zur Geschichte der Physik“. Sie wurde gegründet, um die Jenaer Physikgeschichte um Namen wie Max Wien, Abraham Esau, Friedrich Hund und Max Steenbeck in Erinnerung zu rufen. Die Einbindung in diese Fachreihe gibt der Untersuchung ihren wissenschaftshistorischen Zusammenhang.

Für wen sich der Band lohnt

Wenn Sie Physik- und Wissenschaftsgeschichte lesen, finden Sie hier einen konzentrierten Zugang zur Nachkriegszeit. Studierende und Lehrende der Physik können die Quellen für Seminararbeit und Lehre nutzen; Historikerinnen, Historiker und Forschende gewinnen Material zu Leipzig und Jena. Auch für Alumni und Angehörige der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie der Universität Leipzig erschließt der Band ein Kapitel ihrer Hochschulgeschichte.

Das Buch ist deutschsprachig und für alle Niveaus geeignet. Sie müssen keine physikalischen Berechnungen beherrschen, um den politischen Zumutungen und persönlichen Entscheidungen zu folgen. Vorwissen zur Physikgeschichte vertieft die Lektüre; im Mittelpunkt stehen jedoch Menschen, Institutionen und die Bedingungen wissenschaftlicher Arbeit.

Passt zu Ihnen, wenn …

  • Sie Hunds Entscheidungen in Leipzig und Jena verstehen möchten.
  • Sie Quellen für Seminararbeit, Lehre oder Forschung suchen.
  • Sie regionale Wissenschaftsgeschichte und Hochschulgeschichte interessieren.
  • Sie Erinnerungen eines Zeitzeugen mit historischen Beiträgen zusammenlesen möchten.

Weniger passend, wenn …

  • Sie eine allgemeine Einführung in die Quantenmechanik suchen.
  • Sie vor allem Rechenaufgaben und physikalische Herleitungen bearbeiten möchten.
  • Sie eine gleichmäßig über alle Lebensphasen angelegte Biografie erwarten.

Format, Zugang und Leseprobe

Die PDF-Ausgabe lässt sich sofort nach dem Kauf herunterladen. Sie können direkt lesen und den Text durchsuchen, ohne eine Lieferung abzuwarten. Wenn Sie lieber auf Papier lesen, ist das Buch alternativ als gebundene Hardcover-Ausgabe erhältlich. Für diese nennt der Verlag den Versand innerhalb von 2 Werktagen und ein Rückgaberecht von 60 Tagen.

Ob die Darstellung zu Ihrem Thema passt, können Sie vorab anhand einer kostenlosen Leseprobe mit Auszügen prüfen. Zusätzlich stehen Cover und Backcover als JPEG, Titelei und Inhaltsverzeichnis sowie das Personenregister als PDF bereit. Alle Zusatzdateien sind auch als ZIP verfügbar. So lässt sich schon vor der Lektüre nach relevanten Themen und Personen suchen.

Das gedruckte Buch erschien laut Verlag am 10. Dezember 2025; die E-Book-Ausgabe trägt das Erscheinungsjahr 2026 und gehört damit zu den aktuellen Neuerscheinungen der Wissenschaftsgeschichte. Die PDF-Ausgabe hat die ISBN 978-3-86225-577-1, die gebundene Hardcover-Ausgabe die ISBN 978-3-86225-146-9.

Auf einen Blick

  • Format: E-Book als PDF; alternativ gebundenes Hardcover.
  • Umfang: 218 Seiten, 60 Abbildungen; die Verlagsdatenbank führt für das E-Book 61 Abbildungen.
  • Sprache: Deutsch.
  • Niveau: Für alle geeignet.
  • Zugang: PDF direkt nach dem Kauf herunterladen.
  • Reihe: „Jenaer Beiträge zur Geschichte der Physik“, Band 3.

Prüfen Sie die Leseprobe, das Inhaltsverzeichnis und das Personenregister von Friedrich Hunds langer Weg nach Göttingen. Wenn der Schwerpunkt zu Ihrer Fragestellung passt, laden Sie die PDF-Ausgabe nach dem Kauf herunter und beginnen Sie direkt mit der Lektüre – vom akademischen Neubeginn bis zum Abschied aus Jena.

Häufige Fragen zu Friedrich Hunds langer Weg nach Göttingen

Welchen Umfang hat der Band?

Der Band umfasst 218 Seiten mit 60 Abbildungen und ist Band 3 der Reihe „Jenaer Beiträge zur Geschichte der Physik“. Die E-Book-Ausgabe wird laut Verlagsdatenbank mit 218 Seiten und 61 Abbildungen geführt.

Gibt es eine Leseprobe vor dem Kauf?

Ja, eine kostenlose Leseprobe mit Auszügen steht bereit. Zusätzlich können Sie Titelei, Inhaltsverzeichnis und Personenregister als PDF prüfen, um die Relevanz für Ihr Thema einzuschätzen.

In welchen Ausgaben ist das Buch erhältlich?

Sie erhalten das Buch als PDF-Ausgabe zum direkten Herunterladen mit der ISBN 978-3-86225-577-1 oder als gebundene Hardcover-Ausgabe mit der ISBN 978-3-86225-146-9.

Wie schnell habe ich Zugriff?

Die PDF-Ausgabe lässt sich sofort nach dem Kauf herunterladen. Die Hardcover-Ausgabe versendet der Verlag innerhalb von 2 Werktagen; für diese gilt ein Rückgaberecht von 60 Tagen.

Worum geht es inhaltlich?

Im Mittelpunkt stehen Friedrich Hunds Wanderjahre und Grenzgänge in Leipzig und Jena zwischen 1945 und 1951 – und damit einer der prägendsten Köpfe der modernen Physik in der Nachkriegszeit.

Was ist das Besondere an diesem Band?

Das vollständige Gespräch, das Konrad Lindner im Juni 1991 mit dem 95-jährigen Friedrich Hund in Göttingen führte, wird erst hier publizistisch zugänglich gemacht. Das Kapitel steht auf den Seiten 135–188.

Wer hat den Band herausgegeben?

Herausgeber sind Wolfgang Ziegler, Paul Seidel und Ralf Hahn. Zum Autorenkreis gehören unter anderem Helmut G. Walther, Gerhard Hund, Gerhard Weber, Michael Schaaf, Konrad Lindner und Andreas Wipf.

Brauche ich physikalische Vorkenntnisse?

Nein. Der Band ist für alle Niveaus geeignet und erzählt von politischen Zumutungen, wissenschaftlicher Leidenschaft und persönlichen Entscheidungen. Vorwissen zur Physikgeschichte kann die Lektüre vertiefen.

Wolfgang Ziegler, Paul Seidel, Ralf Hahn

Autor: Wolfgang Ziegler, Paul Seidel, Ralf Hahn

Als Herausgeber widmen sich Wolfgang Ziegler, Paul Seidel und Ralf Hahn der Geschichte der Physik. Das wissenschaftshistorische Angebot umfasst außerdem E-Books zur Chemie an der LMU München und zu Friedrich Hund.

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Auf einen Blick

FormatE-Book als PDF-Ausgabe zum Download (alternativ Hardcover-Ausgabe)
Umfang218 Seiten, 60 Abbildungen, Band 3 der Reihe „Jenaer Beiträge zur Geschichte der Physik“
DauerE-Book, 218 Seiten, 60 Abb.
Niveaualle
SpracheDeutsch
ZugangSofort-Download nach Kauf
PreismodellEinmalzahlung
ZielgruppeProfis, Studierende
Stand26.10.2026
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