Veränderung bewirken – Videokurs zur Gesprächsführung
Deutschsprachiger Videokurs für Fachkräfte in Medizin, Therapie und Beratung: Lernen Sie in fünf Modulen, mit Motivational Interviewing die Eigenmotivation Ihrer Patienten zu stärken und Veränderungen zu begleiten.


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Veränderung bewirken – Motivational Interviewing: Gespräche, die mehr bewegen

Sie möchten Gespräche führen, nach denen Ihre Patienten nicht nur zustimmen, sondern selbst etwas verändern? Veränderung bewirken – Motivational Interviewing zeigt Ihnen, wie Sie die eigene Motivation Ihrer Gesprächspartner wecken – ohne endlose Diskussionen und ohne Ihr Fachgebiet zu wechseln.

Der deutschsprachige Online-Videokurs von StrebensWert führt Sie in fünf Modulen durch die Grundlagen und Prozess-Schritte von Motivational Interviewing (MI). Mit kurzen Videos, konkreten Musterdialogen und Übungen lernen Sie, Veränderungsprozesse partnerschaftlich zu begleiten. Kursleiter Dr. med. Christopher Dedner verbindet dabei wissenschaftliche Grundlagen mit Situationen, die Sie aus Klinik, Praxis und Beratung kennen.
- 100 Lektionen mit rund 9 Stunden und 25 Minuten Laufzeit: Sie lernen schrittweise, statt sich mehrere Tage aus dem Berufsalltag herausnehmen zu müssen.
- Video-Einheiten von 5–10 Minuten: Einzelne Gesprächstechniken lassen sich auch zwischen anderen Verpflichtungen erarbeiten und anschließend ausprobieren.
- 100 % online und im eigenen Tempo: Arbeitsblätter, Checklisten und Quizfragen helfen Ihnen, das Gelernte zu festigen.
- Direkter Praxisbezug: Sie können erste Elemente bereits im nächsten Gespräch anwenden – lange bevor Sie alle Module abgeschlossen haben.
Warum guter Rat oft nicht zur Veränderung führt

Der Patient nickt freundlich. Beim nächsten Termin ist trotzdem alles beim Alten. Eine Jugendliche beantwortet Ihre Vorschläge mit einem Schulterzucken. Ein Klient findet für jeden möglichen Schritt ein Gegenargument. Solche Gespräche kosten Kraft – besonders dann, wenn Sie fachlich genau wissen, was helfen könnte.

Laut Studienlage setzt nur etwa 1 von 10 Patienten nach herkömmlichen Beratungen die empfohlenen Veränderungen tatsächlich um. Noch mehr erklären, appellieren oder überzeugen führt deshalb nicht automatisch weiter. Es kann vielmehr eine Gesprächsdynamik entstehen, in der Sie für Veränderung argumentieren und Ihr Gegenüber die Gründe dagegen verteidigt.
Motivierende Gesprächsführung setzt an dieser Dynamik an. Sie lernen, so zu fragen und zuzuhören, dass Patienten und Klienten ihre eigenen Gründe für Veränderung aussprechen. Aus dem Versuch, jemanden zu überzeugen, wird eine gemeinsame Suche nach dem nächsten sinnvollen Schritt.

Motivation wecken statt gegen Widerstand anreden
MI wurde von Dr. William („Bill“) Miller und Dr. Stephen Rollnick ursprünglich entwickelt, um Menschen mit Alkoholproblemen zu Veränderungen zu bewegen. Heute lässt sich die Methode überall dort einsetzen, wo Menschen Verantwortung für ihre Gesundheit und ihr Verhalten übernehmen sollen. Nach Angaben des Anbieters belegen über 2200 wissenschaftliche Studien ihre Wirksamkeit.
Die Grundhaltung, der sogenannte Spirit, lässt sich so beschreiben: „Partnerschaft statt Konfrontation, Entlocken statt Belehren, Autonomie statt Autorität“. Sie geben Ihre fachliche Kompetenz nicht auf. Sie setzen sie so ein, dass Ihr Gegenüber eigene Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen kann.
Vier Grundprinzipien geben Ihnen dafür Orientierung: Empathie ausdrücken, Diskrepanzen entwickeln, geschmeidiger Umgang mit Widerstand und Selbstvertrauen fördern. Damit betrachten Sie Bedenken nicht mehr nur als Hindernis, sondern als Ausgangspunkt für ein besseres Verständnis.

Mehr Gelassenheit für Sie
Sie bauen eine tragfähige Beziehung auf Augenhöhe auf und greifen Gegenargumente auf, ohne den Kontakt zu gefährden. Schwierige Gespräche müssen sich nicht mehr wie ein Kräftemessen anfühlen. Wenn sich jemand noch nicht entscheiden kann, hilft Ihnen die therapeutische Grundhaltung, weniger persönlich zu nehmen und Frustration sowie Stress zu reduzieren.
Diese Entlastung kann Verunsicherung und Burn-out vorbeugen. Sie bleiben unterstützend, ohne sich für jede Entscheidung Ihres Gegenübers verantwortlich zu fühlen.
Mehr Eigeninitiative für Ihre Patienten
Wenn Patienten selbst Gründe und Schritte formulieren, erleben sie sich als aktiv, kompetent und selbstwirksam. Eigene Erfolge werden zu etwas, auf das sie stolz sein können – nicht nur zur Erfüllung einer ärztlichen Empfehlung.
Das unterstützt eine bessere Zusammenarbeit: Sie begleiten den Veränderungsprozess, während Ihr Gesprächspartner zunehmend selbst die Initiative übernimmt.
Was Sie mit dem Kurs „Veränderung bewirken“ lernen
Der Video-Kurs vermittelt Ihnen nicht nur einzelne Formulierungen. Sie lernen, MI-Konzepte und -Prinzipien zielgerichtet einzusetzen und Ihre Gesprächsführung an unterschiedliche klinische, therapeutische und beratende Situationen anzupassen.

- Empathisch zuhören und gezielt führen: Sie erfassen die Perspektive Ihres Gegenübers und helfen ihm, eigene Gedanken zur Veränderung zu entwickeln.
- OARS sicher nutzen: Offene statt geschlossener Fragen, Bestätigen und Würdigen, aktives Zuhören sowie Zusammenfassungen geben Ihren Gesprächen eine tragfähige Struktur.
- Motivation erkennen und fördern: Sie unterscheiden Change Talk und Sustain Talk und lernen, mit zwei gezielten Schlüssel-Fragen Veränderungsäußerungen anzuregen.
- Widerstände konstruktiv aufgreifen: Bedenken und Gegenargumente müssen weder in eine Diskussion noch in einen Beziehungsabbruch führen.
- Informationen motivierend vermitteln: Mit der Burger-Technik bringen Sie Empfehlungen und Expertenwissen so ein, dass Patienten sie leichter annehmen können.
- Vom Gespräch zum Handeln begleiten: Sie unterstützen realistische Pläne, ohne Ihrem Gegenüber die Verantwortung für die Umsetzung abzunehmen.

Fünf Module: von der Grundhaltung zum umsetzbaren Plan
Veränderung bewirken – Motivational Interviewing beginnt mit den Grundlagen und führt Sie anschließend durch die vier Prozess-Schritte Beziehungsaufbau, Fokussieren, Evokation, Planung. Jedes Modul verbindet eine Einführung mit konkreter Anwendung und endet mit eigenen Quizfragen zur Lernkontrolle.
| Modul | Lektionen | Laufzeit laut Kursplattform |
|---|---|---|
| 1: MI entdecken | 17 | 1:55:40 |
| 2: Beziehung aufbauen | 22 | 1:32:34 |
| 3: Auftrag klären | 17 | 1:28:44 |
| 4: Motivation wecken | 21 | 1:53:17 |
| 5: Pläne umsetzen | 23 | 2:34:26 |
Modul 1: MI entdecken

Warum nehmen wir Patienten manchmal als „unwillig“ wahr? Und welchen Anteil hat die Art unserer Gesprächsführung daran? Im ersten Modul beschäftigen Sie sich mit den Grundlagen motivierender Gesprächsführung, dem Spirit und Ihrer eigenen Rolle im Veränderungsprozess.
Sie lernen, Konflikten spielerischer zu begegnen und Gespräche so zu gestalten, dass Ihr Gegenüber Sie als Unterstützung erlebt. Das schafft die Grundlage für die weiteren Techniken – und gibt Ihnen bereits erste Elemente für Ihre nächsten Gespräche an die Hand.
Modul 2: Beziehung aufbauen

Eine tragfähige Beziehung ist der erste Prozess-Schritt. Sie erarbeiten zwei der vier OARS-Basisfertigkeiten und erfahren, wie förderliche, offene Fragen das Nachdenken anregen, statt nur kurze Antworten abzufragen.
Aktives Zuhören und gezielte Reflexionen helfen Ihnen, Bedürfnisse und Perspektiven genauer zu verstehen. Ihr Gesprächspartner erlebt, dass Sie ihn ernst nehmen. So entsteht Raum, auch schwierige Themen offen anzusprechen.
Modul 3: Auftrag klären

Im zweiten Prozess-Schritt, dem Fokussieren, geben Sie dem Gespräch gemeinsam eine Richtung. Sie klären Ihre Rolle in verschiedenen Gesprächssituationen und definieren mit Ihren Patienten konkrete Ziele, die diese selbst verfolgen möchten.
Dabei vertiefen Sie OARS. Zusammenfassungen werden zu einem gezielten Werkzeug, um Verständnis zu sichern und Motivation zu fördern. Zusammen behandeln die Module 2 und 3 offene Fragen, Bestätigen und Würdigen, aktives Zuhören sowie Zusammenfassungen.
Modul 4: Motivation wecken

Die Evokation, auch Evoking genannt, ist das Herzstück der Methode. Sie lernen Techniken, mit denen Patienten selbst Veränderungsäußerungen formulieren – statt lediglich auf Ihre Argumente zu reagieren.
Sie erkennen und lenken Change Talk und Sustain Talk, greifen Bedenken auf und gehen konstruktiv mit Gegenargumenten um. So können Sie Veränderungsbereitschaft stärken, ohne zu drängen oder die Beziehung aufs Spiel zu setzen.
Modul 5: Pläne umsetzen

Motivation allein ist noch kein umgesetzter Plan. Das fünfte Modul begleitet den Übergang von der Evokation zur Planung: Sie unterstützen Ihre Patienten dabei, realistische Schritte zu entwickeln und die Umsetzung vorzubereiten.
Außerdem lernen Sie, wann Ratschläge hilfreich sind und wie Sie Ihr Expertenwissen passend vermitteln. Die Burger-Technik hilft Ihnen, Informationen und Empfehlungen so einzubringen, dass Ihr Gegenüber sie offen aufnehmen kann.
So wird aus kurzen Lerneinheiten neue Gesprächspraxis
Nach der Anmeldung starten Sie direkt mit Modul 1. Danach kommt jede Woche ein weiteres Modul hinzu. Innerhalb der freigeschalteten Inhalte lernen Sie in Ihrem eigenen Tempo: Sie können Einheiten beliebig oft wiederholen und jederzeit zu früheren Themen zurückkehren.

Für den gesamten Kurs sollten Sie einschließlich der Übungsaufgaben rund 10–14 Stunden einplanen. Zu vielen Videos stehen Arbeitsblätter, Checklisten und weiterführende Links bereit. Zahlreiche Gesprächsbeispiele und Musterdialoge aus dem Klinikalltag machen sichtbar, wie sich eine Frage, Reflexion oder Zusammenfassung konkret einsetzen lässt.
Direkt im nächsten Gespräch üben
Warten Sie nicht bis zum Kursabschluss. Probieren Sie einzelne Elemente in Ihren eigenen Patientengesprächen aus und kehren Sie anschließend zur passenden Einheit zurück. Die Reaktion Ihres Gegenübers gibt Ihnen unmittelbar Rückmeldung aus der Praxis – statt ausschließlich aus einem Rollenspiel.
So verbinden Sie Lernen und Anwendung, ohne mehrtägige Abwesenheit, Anfahrt oder Übernachtung. Die kurzen Einheiten geben Ihnen Zeit, Erfahrungen zu sammeln und Inhalte erneut anzusehen, statt Seminarbegeisterung im Alltag wieder versanden zu lassen.
Sie erhalten drei Monate Zugang nach dem Kauf. Optional können Sie beim Kauf ein Upgrade auf zwölf Monate Zugang wählen. Wenn Sie alle Video-Einheiten angesehen und die Quizfragen zu den fünf Modulen beantwortet haben, erhalten Sie ein persönliches Teilnahmezertifikat als PDF.
Wissenschaftlich fundiert und aus dem Klinikalltag entwickelt

Der Online-Kurs orientiert sich an der neuesten, vierten Auflage des Standardwerks von Miller und Rollnick und berücksichtigt die wissenschaftlich begründeten Weiterentwicklungen der Methode. StrebensWert hat die Neuerungen fachlich aufgearbeitet und ausdrücklich auch für Teilnehmende des Online-Kurses aufbereitet; die Inhalte werden laufend aktualisiert.
Kursentwickler Dr. med. Christopher Dedner ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Chefarzt und Leiter einer psychiatrischen Klinik. Er bringt Erfahrung aus der stationären und ambulanten Psychiatrie sowie der Suchtmedizin mit. Seine Führungserfahrung umfasst Aufgaben als Oberarzt, Chefarzt, Ärztlicher Direktor und Mitglied der Geschäftsleitung.
Nach Angaben des Anbieters trägt er Führungsverantwortung in einer Klinik mit über 1000 Mitarbeitenden. Er arbeitet am Klinikum Schloß Winnenden und hat an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen studiert. Als Dozent vermittelt er Psychiatrie, Verhaltenstherapie, Kommunikation und Motivational Interviewing, unter anderem für die Ärztekammern Baden-Württemberg und Bayern.
Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf Kommunikation und motivierender Gesprächsführung im Gesundheitswesen. Er veröffentlicht Fachbeiträge, unter anderem zu „Rat geben, damit er angenommen wird“, und betreibt einen Fachblog sowie einen YouTube-Kanal zu Kommunikation und Führungskompetenz im Krankenhaus. Auch die Fachagentur Lege Artis hat seinen Appell für mehr klinische Empathie redaktionell aufgegriffen. Dieser Praxisbezug prägt die Beispiele und Übungen des Kurses.
Erfahrungen aus Medizin, Therapie und Gesundheitsförderung
„Nach Abschluss Ihres wirklich überragenden Online-Kurses bin ich noch lange keine MI-Spezialistin, aber dank der vielen eindrucksvollen Beispiele eine geschulte Zuhörerin und manches Mal Motivatorin.Der Kurs ist PERFEKT, nicht zu kurz und nicht zu lang, mit genialen Musterdialogen, und das Setting mit den kleinen Filmchen und der teils bekannten, teils unbekannten Musikuntermalung einfach großartig.D a n k e s e h r !!!!!”
Dr. Astrid Cordes, Fachärztin innere Medizin
„Motivierende Gesprächsführung ist in meinem Praxisalltag ein großes Thema – oft sogar mit solchen Situationen wie in denen von Herrn Dr. Dedner beispielhaft angeführten.Der Kurs selbst ist genau so, wie er heutzutage sein sollte: liebevolle Gestaltung, praxisnah, knackig auf den Punkt und sehr kurzweilig. Die Länge der jeweiligen Module ist genau richtig, um den Kurs „nebenbei“ zu Hause in appetitlichen Happen absolvieren zu können. Es wird eine tolle Übersicht über die MI vermittelt und die einzelnen Schritte lassen sich gut in den Praxisalltag integrieren. Mit den vermittelten Tools und Fertigkeiten fällt es mir im Praxisalltag leichter, den Patienten und auch mir aus teilweise festgefahrenen Situationen zu helfen und Hilfe zur Selbsthilfe geben zu können.“
Dr. med. Jan Schiller, Facharzt für Innere Medizin
“Ich habe den Kurs im Rahmen des Masterstudiengangs zur Suchttherapeutin gebucht, um die verschiedenen Techniken weiter zu üben. Ich hatte 2017 bereits ein zweitätiges Seminar besucht, welches aber nur ein Grundwissen vermittelt hat. Der Kurs von Dr. Dedner ist sowohl für Anfänger als auch für Experten geeignet. Er enthält viele gut erklärende Beispiele, um die Gesprächstechniken zu verfestigen. Die Videos sind zeitlich gut zu erfassen und mit den extra Arbeitsblättern kann man jede Einheit vertiefen. Ich konnte im Vergleich zum früheren Seminar einige “aha”-Effekte erleben. Dieser Kurs ist absolut für alle Berufsgruppen zu empfehlen, die Veränderungen anstoßen und eine gute, evidenzbasierte Arbeit mit ihren Klienten anstreben wollen. Herzlichen Dank für diesen Kurs!”
Daniela Sció, Co-Therapeutin in einer Suchtklinik
“Ihre so lebendige Art und Weise und die einprägsamen Videoszenen machen den Kurs sehr spannend und kurzweilig und laden direkt zur Selbstreflexion und zum Üben im eigenen Berufsfeld ein. MI hat mich sehr bereichert und ist dank Ihnen aus meinem Umgang mit Menschen nicht mehr wegzudenken! Ich lerne jeden Tag dazu und erlebe die Patienten deutlich eigenverantwortlicher!Vielen Dank für diesen tollen Kurs und den intensiven Austausch! Es hat mir großen Spaß gemacht!”
Annika Riedel, Ergotherapeutin und Referentin für Gesundheitsförderung und Prävention
Für wen Veränderung bewirken – Motivational Interviewing geeignet ist
Der Kurs richtet sich an Menschen, die andere bei Verhaltensänderungen begleiten. Sie benötigen weder Vorkenntnisse noch eine psychotherapeutische Ausbildung. Die Beispiele stammen aus dem Gesundheitswesen, haben aber keinen speziellen Fokus auf Psychiatrie.
Passend für Ihren beruflichen Alltag
- Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen, die Empfehlungen wirksamer vermitteln möchten.
- Fachkräfte aus Psychologie, Pflege, Sozialdienst und Fachtherapien, die Veränderungsprozesse im klinischen Alltag begleiten.
- Mitarbeitende in Beratungsstellen und Bewährungshilfe sowie Coaches und Beratende.
- Studierende und Fachkräfte in Weiterbildung, beispielsweise in der Suchttherapie.
- Fachkräfte aus Pädagogik und betrieblichem Eingliederungsmanagement, die Eigenmotivation und eigenverantwortliches Handeln fördern möchten.
Nicht passend für jedes Ziel
Der Kurs vermittelt keine Manipulationstechniken, rhetorischen Verkaufstricks oder Zauberformeln. Wenn Sie Menschen zu etwas bringen möchten, das diese selbst nicht wollen, entspricht das nicht der Grundhaltung von MI.
Auch die Bereitschaft, das eigene Vorgehen zu hinterfragen, gehört dazu. Wer ausschließlich an einer bestimmenden Experten-Rolle festhalten möchte, wird sich mit dem partnerschaftlichen Ansatz schwertun.
MI ist ein Add-on zu Ihren vorhandenen Therapie- und Gesprächsmethoden. Sie müssen Ihr bisheriges Fachwissen nicht ersetzen und kein neues Fachgebiet erlernen. Lediglich ein konfrontativer Gesprächsstil passt nicht zur motivierenden Gesprächsführung.
Häufige Fragen zu Veränderung bewirken – Motivational Interviewing
Kann es wirklich so einfach sein?
MI ist keine Sammlung manipulativer Formulierungen und wirkt nicht automatisch sofort. Entscheidend sind die Grundhaltung und das wiederholte Anwenden einzelner Elemente. Schon in kurzen Kontakten können Sie Ihr Gegenüber zum eigenen Nachdenken anregen und dadurch Veränderung über die Zeit unterstützen.
Klappt das bei allen Patienten?
Nein. Auch mit MI werden Sie Menschen begegnen, die noch nicht bereit für eine Veränderung sind. Sie lernen jedoch, diese Entscheidung zu respektieren, ohne die Beziehung abzubrechen. So bleibt deutlich: Sie sind als Unterstützung da, wenn Ihr Gegenüber später einen nächsten Schritt gehen möchte.
Ist es schwer zu erlernen?
Die Grundprinzipien sind leicht verständlich; ihre sichere Umsetzung braucht Übung. Sie müssen aber nicht alle Techniken beherrschen, bevor Sie beginnen. Bereits nach dem ersten Modul können Sie konkrete Elemente in Ihren Gesprächen ausprobieren. Musterdialoge, Arbeitsblätter und wiederholbare Videos unterstützen Sie beim Vertiefen.
Kostet es nicht doch mehr Zeit?
MI setzt andere Schwerpunkte: Sie investieren in Beziehung und Verständnis und verbringen dafür weniger Zeit mit Argumentieren und Überzeugen. Nach Darstellung des Anbieters kostet diese Gesprächsführung kaum mehr Zeit. Sie lässt sich auch als Kurzintervention einsetzen, um Nachdenken über Veränderung anzustoßen.
Brauche ich Vorkenntnisse oder eine psychotherapeutische Ausbildung?
Nein. Der Online-Kurs führt Sie schrittweise in die Methode ein. Die Beispiele stammen aus dem Gesundheitswesen, sind aber nicht auf psychiatrische Behandlungssituationen begrenzt. Die Gesprächsfertigkeiten lassen sich auch in Beratung, Coaching und anderen begleitenden Berufen einsetzen.
Wie viel Zeit sollte ich für den Kurs einplanen?
Die Kursplattform weist 100 Lektionen mit insgesamt rund 9 Stunden und 25 Minuten Laufzeit aus. Einschließlich der Übungsaufgaben beträgt der Zeitbedarf etwa 10–14 Stunden. Die einzelnen Video-Einheiten sind 5–10 Minuten lang, sodass Sie das Lernen in kleine Abschnitte aufteilen können.
Wann kann ich beginnen und wie lange habe ich Zugriff?
Sie beginnen direkt nach der Anmeldung mit Modul 1; anschließend wird jede Woche ein weiteres Modul freigeschaltet. Der Zugang gilt drei Monate nach dem Kauf. Optional können Sie beim Kauf zwölf Monate Zugang wählen. Während Ihrer Zugangszeit können Sie freigeschaltete Einheiten beliebig oft ansehen und zu früheren Inhalten zurückkehren.
Erhalte ich ein Teilnahmezertifikat?
Ja. Nachdem Sie alle Video-Einheiten angesehen und die Quizfragen zu den fünf Modulen beantwortet haben, erhalten Sie ein persönliches Teilnahmezertifikat als PDF.
Lässt sich MI mit meinen bisherigen Methoden kombinieren?
Ja. MI ergänzt vorhandene Therapie- und Gesprächsmethoden. Sie können die Basisfertigkeiten und die partnerschaftliche Grundhaltung in Ihre bestehende Arbeit integrieren. Ein konfrontativer Stil ist damit allerdings nicht vereinbar.
Was passiert, wenn der Kurs nicht meinen Erwartungen entspricht?
Der Anbieter gewährt eine 14-tägige Rückgabefrist. Entspricht der Kurs nicht Ihren Erwartungen, erhalten Sie eine vollständige, unkomplizierte Erstattung – laut Anbieter „ohne Wenn und Aber“.
Begleiten Sie Veränderung, statt allein dafür zu kämpfen
Sie müssen nicht noch mehr Argumente finden. Mit Veränderung bewirken – Motivational Interviewing lernen Sie, Ihre fachliche Kompetenz mit einer Gesprächsführung zu verbinden, die Eigenmotivation stärkt und Verantwortung beim Gesprächspartner lässt.

Beginnen Sie mit Modul 1, probieren Sie erste Elemente im nächsten Gespräch aus und entwickeln Sie Ihre Fertigkeiten Schritt für Schritt weiter. So wird aus gut gemeintem Rat eine Zusammenarbeit, in der Patienten und Klienten eigene Gründe für Veränderung entdecken können.

Autor: Dr. med. Christopher Dedner
Als Facharzt und Chefarzt verbindet er psychiatrische Expertise mit klinischer Führungserfahrung. Sein MI-Kurs vermittelt Motivierende Gesprächsführung und richtet den Blick auf die praktische Kommunikation.
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