Berliner Blau – E-Book zur Geschichte des Pigments von Alexander Kraft
Fachbuch als ePDF über das Pigment Berliner Blau: 312 Seiten mit 90 überwiegend farbigen Abbildungen zeichnen den Weg vom frühneuzeitlichen Farbmittel bis zum modernen Hightech-Material nach – für Wissenschafts- und Technikinteressierte.

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„Berliner Blau“ von Alexander Kraft führt Sie von einem Zufallsfund im Umfeld der Alchemie zu einem Material für Akkus, Displays, Sensoren und Nanomedizin. Das E-Book erzählt, wie ein tiefblaues Pigment seit rund drei Jahrhunderten Kunst, Handel und Forschung prägt – und warum seine Geschichte bis in heutige Labore reicht. Auf 312 Seiten mit 90 überwiegend farbigen Abbildungen erhalten Sie eine zusammenhängende, quellenbelegte Darstellung, die historische Spurensuche mit moderner Materialwissenschaft verbindet.

Mit „Berliner Blau“ verstehen Sie drei Jahrhunderte Farb- und Technikgeschichte
Eine Farbe kann mehr sein als ein Mittel, um Flächen zu gestalten. Berliner Blau, historisch auch Preußisch Blau genannt, gilt laut der Fachrezension in der NTM als eines der ersten künstlich gewonnenen Pigmente, die nicht in der Natur vorkommen. Sein Weg führt aus der frühneuzeitlichen Naturforschung in die Werkstätten von Künstlern, in den weltweiten Handel und schließlich in medizinische und elektrochemische Anwendungen.
Der Untertitel „Vom frühneuzeitlichen Pigment zum modernen Hightech-Material“ beschreibt deshalb nicht nur eine Zeitspanne, sondern einen erstaunlichen Wandel. Sie verfolgen, wie derselbe Stoff in neuen Zusammenhängen immer wieder andere Aufgaben übernimmt. Aus einer Geschichte der Farbe wird eine Geschichte technischer Möglichkeiten.
Statt einzelne Anekdoten selbst aus verstreuten Quellen zusammenzutragen, können Sie hier Entdeckung, chemische Eigenschaften, wirtschaftliche Verwertung und moderne Forschung gemeinsam betrachten. Laut NTM-Rezension gliedert sich das Buch in sieben Kapitel: von der zufälligen Entdeckung über die wirtschaftliche Nutzung und globale Verbreitung bis zur Funktion als Hightech-Material.
Damit richtet sich „Berliner Blau“ an wissenschafts- und technikgeschichtlich Interessierte ebenso wie an Studierende und Profis aus Chemie, Kunsttechnologie und Materialwissenschaft. Auch wenn Sie über Hokusai, historische Farbmittel oder Kulturgeschichte zum Thema kommen, eröffnet Ihnen das Buch den Zugang zu dessen naturwissenschaftlicher Seite.
Wie wurde aus einem Herstellungsgeheimnis ein Wirtschaftskrimi?
Am Anfang steht nicht die planvolle Entwicklung eines modernen Werkstoffs, sondern ein Zufallsfund. Zu den Erfindern des Berliner Blaus zählt Johann Jacob (von) Diesbach. Alexander Kraft hat selbst zur Entdeckungsgeschichte geforscht und dazu beigetragen, ihre Zusammenhänge zu erhellen; zu Diesbach veröffentlichte er 2017 im Brandenburgischen Genealogischen Jahrbuch 11.
Das Buch folgt den Spuren eines gehüteten Herstellungsgeheimnisses. Alchemie, frühneuzeitliche Naturforschung und politische Reibungen bilden den Hintergrund eines Geschehens, in dem Wissen zugleich wirtschaftlichen Wert besitzt. Sie erfahren nicht nur, dass ein neues Pigment entstand, sondern auch, unter welchen Bedingungen seine Herstellung bekannt wurde und sich verbreiten konnte.
Ein entscheidender Punkt dieser Geschichte ist das Jahr 1724: Damals erschien ein Rezept in den Londoner Philosophical Transactions. Die Veröffentlichung bildet einen markanten Schritt auf dem Weg vom Herstellungsgeheimnis zum zugänglichen Wissen.
Diese Verbindung von Recherche und Erzählung macht den Reiz der Lektüre aus. Eine Pressestimme hebt hervor, dass Kraft die Geschichte unterhaltsam wie einen Krimi schildert und seine Informationen mit Quellen belegt. Sie können also dem Geschehen folgen und zugleich nachvollziehen, worauf die historische Darstellung beruht.
Verfolgen Sie das Pigment vom Pennsylvania State House bis zu Hokusai
Die globale Verbreitung des Berliner Blaus wird an konkreten Orten und Gegenständen sichtbar. Das Buch verfolgt das Pigment als Anstrichfarbe bis in das Pennsylvania State House, in dem die amerikanische Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet wurde. Farbgeschichte berührt hier unmittelbar einen Schauplatz politischer Geschichte.
Eine weitere Station sind die japanischen Farbholzschnitte von Katsushika Hokusai. Wenn Sie sich für Kunst interessieren, erhalten Sie damit einen anderen Blick auf das Material hinter den Bildern: Nicht allein Motiv und Gestaltung zählen, sondern auch die Wege, auf denen ein Farbmittel verfügbar wurde.
Überraschend ist auch der Einsatz bei chinesischen Tee-Exporten. Dort diente das ungiftige Pigment, mit gelbem Kurkuma vermischt, zur Grünfärbung. An diesem Beispiel wird greifbar, wie eng Farbe, Warenhandel und die Gestaltung von Produkten miteinander verbunden sein können.
Solche Stationen sind mehr als historische Kuriositäten. Sie verknüpfen Kunst-, Wirtschafts- und globale Handelsgeschichte zu einer nachvollziehbaren Entwicklung. Die 90 überwiegend farbigen Abbildungen unterstützen diese Reise und geben Ihnen visuelle Anhaltspunkte für die unterschiedlichen Einsatzgebiete des Pigments.
Welche Rolle spielt Berliner Blau in Medizin und Materialforschung?
Die Geschichte endet nicht mit der Verwendung als Farbmittel. „Berliner Blau“ zeigt Ihnen auch, weshalb das Pigment für moderne Technologien interessant ist: als Medikament gegen radioaktive Vergiftungen, als Grundlage für neuartige Displays und Sensoren, als Basissubstanz für langlebige Akkus und beim Einsatz in der Nanomedizin.
Für den fachlichen Einstieg sind besonders drei ausgewiesene Unterkapitel aufschlussreich. Ihre Titel zeigen, wie konkret das Buch die Verbindung zwischen Chemie und Anwendung behandelt:
- 6.1 „Berliner Blau als Antidot gegen Vergiftungen mit Thallium und radioaktivem Caesium“: Sie lernen die medizinische Bedeutung eines Stoffes kennen, der meist zuerst als Farbe wahrgenommen wird.
- 6.2 „Vernon D. Neff und die Elektrochromie des Berliner Blaus“: Sie begegnen dem Forschungsfeld, das den Blick auf das Pigment für elektrochemische Anwendungen erweitert.
- 6.3 „Berliner Blau als Aktivmaterial in Energiespeicher- und -umwandlungstechnologien“: Sie verfolgen den Übergang vom historischen Farbmittel zum funktionalen Material für moderne Energietechnik.
Die Darstellung verbindet dabei historische Eigenforschung mit chemischer Fachkenntnis. Krafts Schwerpunkt liegt auf Halbleitern und Elektrochemie; seit 1994 arbeitet er als Mitgründer oder Angestellter für Start-ups in Deutschland, den USA, Schweden und Spanien an elektrochemischer Wasseraufbereitung und -desinfektion. Seine Veröffentlichung „Berliner Blau im 21. Jahrhundert: Entwicklungstrends und moderne Anwendungen“ in Chemie in unserer Zeit 56 (2022), Seiten 110–123, dokumentiert die fachliche Beschäftigung mit den heutigen Einsatzmöglichkeiten.
Auch die wissenschaftshistorische Forschung zum Thema führt er fort: Ein Fachartikel Krafts wurde 2024 mit dem ersten HIST-Substantia Outstanding Paper Award ausgezeichnet. Im selben Jahr hielt er auf der Tagung der GDCh-Fachgruppe Geschichte der Chemie in Gießen den Vortrag „Fontane, Kunheim und das Berliner Blau“.
Für Ihre Lektüre bedeutet diese Verbindung: Sie erhalten sowohl Zugang zur Entstehungsgeschichte als auch eine Einordnung der chemischen Eigenschaften und technischen Verwendungen. Für Studium und Beruf bietet das Buch mit Quellenbelegen und klarer Gliederung eine Grundlage zum Nachschlagen und wissenschaftlichen Weiterarbeiten.
Was heben die Fachrezensionen an „Berliner Blau“ hervor?
Das Buch wurde unter anderem in der NTM, in Technology and Culture und in den Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins besprochen. Die Fachstimmen betonen unterschiedliche Stärken: sorgfältige Forschung, eine langfristige Perspektive auf das Pigment und eine Erzählweise, die wissenschaftliche Tiefe mit Spannung verbindet.
A meticulous, erudite work by a chemist-historian.
Agustí Nieto-Galan, Rezension in „Technology and Culture“ 62 (2021)
Alexander Kraft präsentiert einen spannenden ›Wirtschaftskrimi‹. Und der ist, allein schon wegen seiner immensen, tiefgründigen Informationsfülle inklusive reicher Bebilderung, alles in allem sehr wissens- und lesenswert.
Matthias C. Tank, „Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins“ 116 (2020), Heft 4, S. 133
useful, sound data and a long-term account of the color
Aus der Rezension in „Technology and Culture“ 62 (2021)
Laut Fachrezension in der NTM ist die Vielfalt der Anwendungen und die kontinuierliche Nutzung des Berliner Blaus bis heute zuvor noch nicht in vergleichbarer Breite erzählt worden. Sie würdigt die detailreiche Darstellung und beschreibt, wie das Pigment in wechselnden Kontexten immer wieder neue Funktionen übernimmt. So wird die Farbe selbst zum zentralen Akteur des Buches.
Laut einer auf der Autorenseite dokumentierten Rezension empfiehlt sich die Lektüre besonders für chemiehistorisch Interessierte, die wissenschaftlichen Tiefgang schätzen; auch die hochwertige Bebilderung wird hervorgehoben. Über das Fachpublikum hinaus fand das Thema ebenfalls Resonanz: Vera Block widmete ihm am 11. November 2019 bei rbb kultur den Beitrag „Berliner Blau: Die wundersame Geschichte einer Farbe“.
Die vollständige Darstellung als sofort nutzbares ePDF lesen
Sie möchten die ausführliche Darstellung lesen, ohne ein gedrucktes Hardcover unterzubringen? Die E-Book-Fassung von „Berliner Blau“ entspricht inhaltlich der gedruckten Hardcover-Ausgabe. Sie erhalten die 312 Seiten samt allen 90 überwiegend farbigen Abbildungen in einem digitalen Format, das Sie durchsuchen und auf geeigneten Lesegeräten nutzen können.
Gerade beim Nachschlagen ist das praktisch: Sie können nach Namen und Fachbegriffen suchen, statt die gesuchte Stelle Seite für Seite aufzuspüren. Abbildungen lassen sich am Bildschirm vergrößern, sodass Sie Details historischer Drucke und Diagramme näher betrachten können.
| Merkmal | Angabe zur E-Book-Ausgabe |
|---|---|
| Werk | „Berliner Blau“ |
| Untertitel | „Vom frühneuzeitlichen Pigment zum modernen Hightech-Material“ |
| Autor | Alexander Kraft |
| Format | E-Book im ePDF-Format, inhaltsgleich mit der Hardcover-Ausgabe |
| Umfang | 312 Seiten |
| Abbildungen | 90 überwiegend farbige Abbildungen |
| Sprache | Deutsch |
| Verlag | GNT-Verlag – Verlag für Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik |
| ISBN der E-Book-Ausgabe | 978-3-86225-519-1 |
Historische Spurensuche und fachliches Nachschlagen verbinden
Lesen Sie die Entwicklung zunächst als zusammenhängende Geschichte und nutzen Sie anschließend die Suchfunktion Ihres PDF-Programms für einzelne Personen, Anwendungen oder Fachbegriffe. So dient Ihnen das E-Book sowohl als Lektüre als auch als digitale Fachliteratur.
Das ePDF wird über den Verlagsshop bestellt und ist direkt nach der Bestellung nutzbar. Wenn Sie Farbgeschichte, chemische Zusammenhänge und moderne Materialanwendungen in einer Darstellung erschließen möchten, bietet Ihnen „Berliner Blau“ dafür eine reich bebilderte und quellenbelegte Grundlage.
Häufige Fragen zu Berliner Blau
Ich hätte lieber das gedruckte Buch.
Die E-Book-Fassung entspricht inhaltlich der gedruckten Hardcover-Ausgabe. Sie lesen dieselbe Darstellung auf 312 Seiten einschließlich aller 90 überwiegend farbigen Abbildungen – digital und ohne zusätzlichen Regalplatz.
Verliert ein PDF die Bildqualität?
Das ePDF enthält denselben Bildteil wie die Hardcover-Ausgabe. Am Bildschirm können Sie die Abbildungen vergrößern und dadurch Einzelheiten historischer Drucke und Diagramme näher betrachten.
Ist das nicht nur Kunstgeschichte?
Das Buch verbindet Kunst- und Farbgeschichte mit Chemie, Wirtschafts- und Technikgeschichte. Eigene Unterkapitel behandeln Berliner Blau als Antidot gegen Thallium- und radioaktive Caesium-Vergiftungen, Vernon D. Neff und die Elektrochromie sowie das Pigment als Aktivmaterial in Energiespeicher- und -umwandlungstechnologien.
Ist das zu wissenschaftlich für mich?
„Berliner Blau“ richtet sich an alle Interessierten, von Einsteigern bis zum Fachpublikum. Die erzählerische Spurensuche erleichtert den Zugang. Eine Pressestimme hebt ausdrücklich hervor, dass Kraft die Geschichte wie einen Krimi schildert und die Informationen zugleich mit Quellen belegt.
Ist der Inhalt zu oberflächlich für Fachleute?
Die eigene Forschung des Autors, die Quellenbelege und die ausgewiesenen Fachkapitel bieten Anknüpfungspunkte für eine vertiefte Beschäftigung. Laut NTM-Rezension wird die Vielfalt und fortdauernde Nutzung des Pigments in einer bislang nicht erzählten Breite dargestellt. Die Rezension in „Technology and Culture“ würdigt die sorgfältige und gelehrte Arbeit.
Wer schreibt das – und warum ausgerechnet er?
Alexander Kraft ist Chemiker mit Schwerpunkt Halbleiter und Elektrochemie und hat die Entdeckungsgeschichte des Berliner Blaus selbst erforscht. Seit 1994 arbeitet er als Mitgründer oder Angestellter für Start-ups in Deutschland, den USA, Schweden und Spanien im Bereich elektrochemische Wasseraufbereitung und -desinfektion. Seine Fachpublikationen behandeln historische Fragen ebenso wie moderne Anwendungen. Ein Fachartikel von ihm erhielt 2024 den ersten HIST-Substantia Outstanding Paper Award.
Lohnt sich das für mein Studium/meine Arbeit?
Sie erhalten 312 Seiten mit Quellenbelegen und klarer Kapitelstruktur, erschienen im auf Naturwissenschafts- und Technikgeschichte spezialisierten GNT-Verlag. Das durchsuchbare ePDF unterstützt gezieltes Nachschlagen; die E-Book-Ausgabe ist über die ISBN 978-3-86225-519-1 eindeutig bibliografisch nachweisbar und für wissenschaftliches Zitieren nutzbar.
Wie komme ich an die Datei?
Sie bestellen die E-Book-Ausgabe über den Verlagsshop. Das ePDF ist direkt nach der Bestellung nutzbar und lässt sich mit einem geeigneten PDF-Programm lesen.
Autor: Alexander Kraft
Als promovierter Chemiker verbindet er internationale Berufspraxis mit Studien zur Chemie- und Alchemiegeschichte. Alexander Kraft erschließt mit seinem E-Book „Berliner Blau“ die Entwicklung vom frühneuzeitlichen Pigment zum Hightech-Material.
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