Intensiv-Woche Herdenverhalten – Online-Kurs zu Pferdeverhalten
Intensiv-Woche zum Herdenverhalten von Pferden: Wildpferdeforscher Marc Lubetzki zeigt anhand von Beobachtungen bei frei lebenden Herden, wie Rangordnung, Freundschaften und Stresssignale funktionieren – damit du dein Pferd im Alltag besser verstehst.


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Du willst verstehen, warum deine Pferde sich in der Herde so verhalten, wie sie es tun? Die Intensiv-Woche Herdenverhalten gibt dir einen roten Faden, wenn widersprüchliche Stallmeinungen und unklare Signale dich verunsichern. Eine Woche lang vertiefst du ein Thema – mit Wissen direkt aus dem Kreis frei lebender Herden und konkreten Impulsen für einen ruhigeren Alltag mit deinem Pferd.

Warum Wildpferde die besten Lehrer sind
Wie organisieren Pferde ihren Alltag ohne Methoden, Ausrüstung und Stallroutinen? Bei frei lebenden Herden erkennst du, was sie wirklich brauchen: ihre Herde, Freiheit, Sicherheit, Bewegung und feine Kommunikation. Ihr Zusammenleben ist eine Balance aus Nähe und Distanz. Wer diese Balance versteht, kann auch das Verhalten am heimischen Futterplatz oder auf der Weide besser einordnen.
Wildpferdeforscher und Tierfilmer Marc Lubetzki begegnete im Sommer 1986 zum ersten Mal wilden Pferden. Im Frühjahr 2012 begann er seine Drehreisen, ursprünglich für eine Dokumentation. Heute lebt er auf diesen Reisen wochenweise mitten in den Herden draußen in der Natur. Seine Erkenntnisse entstehen nicht am Schreibtisch, sondern aus systematisch gefilmten, ausgewerteten und aufbereiteten Feldbeobachtungen.
Sein Forschungsschwerpunkt sind frei lebende Pferde auf dem eurasischen Kontinent: ihr Verhalten, ihre ursprünglichen Lebensräume in den gemäßigten Zonen und ihre endemische, dort heimische Nahrung. Daraus werden konkrete Impulse für die Hauspferdehaltung. Du lernst also nicht nur, was draußen in der Herde geschieht, sondern auch, was davon für Haltung, Fütterung und Umgang zu Hause relevant ist.
Woher das Wissen über Herden stammt
Laut Verlagsangaben filmt Marc Lubetzki seit 2012 Wildpferdeherden unter anderem in Deutschland, Bosnien, Portugal und Großbritannien. Die Beobachtungen erstrecken sich über alle Jahreszeiten. So entsteht kein einzelnes Sommerbild einer Herde, sondern ein Blick darauf, wie Pferde ihr Zusammenleben unter wechselnden Bedingungen gestalten.
Er beobachtet laut seiner Website Herden in sieben Ländern und lebt dafür die Hälfte des Jahres zwischen den Pferden. Diese Nähe macht auch leise Veränderungen sichtbar: Wer sucht wessen Gesellschaft? Wann entsteht Abstand? Welche Signale reichen, damit sich eine Gruppe in Bewegung setzt? Genau solche Beobachtungen tragen zum Verständnis von Herdenstruktur, Rangordnung und Freundschaft bei.
Laut einem Interview verbringt Marc Lubetzki rund sechs Monate im Jahr zwischen wild lebenden Pferden und erhält dadurch Einblick in das Familienleben der Herden. Er kennt zugleich den Stallalltag von innen: Vor seiner Forschungstätigkeit war er Sattlermeister mit eigener Sattelmarke und nahm Unterricht bei Bent Branderup.
Das Forschungsprojekt „Expedition Pferd“ vergleicht laut Projektbeschreibung systematisch Gemeinsamkeiten und Unterschiede wild lebender Herden in verschiedenen Gebieten der Erde. Seit Februar 2015 entsteht die Doku-Serie „Expedition Pferd – Die Weltreise“, für die Marc Lubetzki jeweils mehrere Wochen bis Monate in den Herden lebt.
Forschung im Feld
- Drehreisen seit Frühjahr 2012 statt punktueller Momentaufnahmen.
- Beobachtung über alle Jahreszeiten für einen Blick auf wechselnde Lebensbedingungen.
- Systematisch gefilmte und ausgewertete Aufnahmen als Wissensgrundlage.
- Leben mitten in den Herden, um auch feine soziale Signale wahrzunehmen.
Wie fühlt es sich an, wochenlang zwischen frei lebenden Pferden zu leben und ihren Tagesrhythmus mitzuerleben? Das Podcast-Gespräch „Mit Wildpferden zusammen leben“ gibt dir einen Einblick in diese Feldarbeit und die Nähe zu den Tieren, aus der Marc Lubetzki seine Beobachtungen gewinnt.

Was dich in der Intensiv-Woche erwartet
Die Intensiv-Woche Herdenverhalten ist ein Live-Online-Kurs in deutscher Sprache. Eine Woche lang steht genau ein Schwerpunktthema im Mittelpunkt: das Zusammenleben der Herde. Die folgenden Perspektiven helfen dir, dieses Thema in der Tiefe zu verstehen. Das Format richtet sich an alle Niveaus – du kannst als Einsteiger ebenso teilnehmen wie mit langjähriger Pferdeerfahrung.
| Thema | Darum geht es |
|---|---|
| Herdenverhalten | Die Balance aus Nähe und Distanz: die Herde als Lebensmittelpunkt und ihre Einbindung in den größeren Herdenverband. |
| Sozialverhalten | Erfahrene Stuten leiten Ruhephasen ein. Halten sie wirklich Wache, und wie beendet die Herde ihre Mittagsruhe? |
| Hengstverhalten | Einzelbox und Herdenleben im Vergleich: erwachsene Hengste zwischen Stuten, Fohlen, Jungtieren und weiteren Hengsten. |
| Rangordnung | Was Dominanz bei frei lebenden Pferden wirklich bedeutet – jenseits der Vorstellung, du müsstest der Herdenchef sein. |
| Fluchtverhalten | Angst als biologisches Überlebensprogramm des Beutetiers Pferd: Gefahren früh wahrnehmen, bevor es zu spät ist. |
| Fressverhalten | Zeigerpflanzen teilen das Jahr der Wildpferde in zehn Abschnitte mit fließenden Übergängen – statt starrer Kalendergrenzen. |
| Equus ferus | Warum es wissenschaftlich keine echten Wildpferde mehr gibt und der Lebensraum für das Verhalten wichtiger ist als genetische Reinheit. |
Nähe, Distanz und wer die Herde führt
Die einzelne Gruppe steht nicht für sich: Sie gehört zu einem größeren Herdenverband, einer Sozialgemeinschaft im selben Lebensraum. Laut einem Interview stehen und schlafen Pferde besonders im Winter dicht beieinander; sobald sie zu fressen beginnen, verteilen sie sich wieder. Nähe und Abstand sind deshalb keine starren Größen, sondern verändern sich mit der jeweiligen Situation.
Zum Ende einer Fressphase leiten erfahrene Stuten die nächste Ruhephase ein. Du beschäftigst dich damit, wie sie das tun, ob sie tatsächlich Wache halten und wie die Mittagsruhe endet. Laut einem Fachbeitrag verhindert eine überlegt handelnde Stute Konflikte häufig bereits durch ihre Ausstrahlung. So lernst du, Führung auch dort zu erkennen, wo keine sichtbare Auseinandersetzung stattfindet.
Kommunikation muss nicht groß und auffällig sein. Kehrt der Herdenhengst zurück, genügt laut einem Interview meist Blickkontakt mit ein oder zwei erwachsenen Stuten; die Verständigung läuft fast ausschließlich über feine Signale. Für deinen Blick auf die Herde bedeutet das: Nicht nur Drohen und Ausweichen beachten, sondern auch die stillen Momente dazwischen.
So lebt der Hengst in der Wildpferdeherde
Der erwachsene Hengst lebt mitten zwischen Stuten, Fohlen und Jungtieren, in größeren Herden auch mit mehreren erwachsenen Hengsten. Laut einem Interview behalten Althengste durch das gemeinsame Aufwachsen eine freundschaftliche, vertraute Basis zu ihrem erwachsenen Nachwuchs. Das Herdenleben umfasst damit Beziehungen über Generationen hinweg.
So sieht es in vielen Ställen aus
In der Hauspferdehaltung werden erwachsene Hengste häufig von anderen Pferden separiert und in Einzelboxen gehalten. Ihr Alltag unterscheidet sich dadurch vom beschriebenen Leben mitten in der Wildpferdeherde. Dieser Vergleich macht unterschiedliche Lebensbedingungen sichtbar, ohne einzelne Halter oder ihre Entscheidungen zu bewerten.
Schluss mit dem Mythos vom Herdenchef
„Du musst der Chef sein“ oder „wenn du nicht führst, übernimmt das Pferd die Rolle des Herdenchefs“: Solche Sätze können den Umgang mit Pferden unter Druck setzen. Marc Lubetzki weist diese Deutung klar zurück. Die Intensiv-Woche setzt an ihre Stelle einen genaueren Blick auf Rangordnung – und auf erfahrene Stuten, die Auseinandersetzungen vermeiden, statt sie durch Dominanz zu entscheiden.
Warum verändert sich das Verhalten einer Gruppe manchmal deutlich? Laut einem Interview entstehen die größten Verhaltensänderungen dort, wo Menschen in die Herdenstruktur eingreifen, etwa durch willkürliches Umgruppieren. Das lenkt deinen Blick weg vom vermeintlich schwierigen Einzeltier und hin zu seinen Beziehungen und Lebensbedingungen.
Laut Fachpresse, darunter CAVALLO, ist Marc Lubetzki als Wildpferdeexperte mit Beobachtungen unter den harten Bedingungen frei lebender Herden bekannt, auch zum Umgang mit Verlust; seine Erkenntnisse zu Herdenverhalten und Rangordnung werden als relevant für eine harmonische Mensch-Pferd-Beziehung eingeordnet. Entscheidend ist dabei das genaue Hinsehen, nicht ein starres Chefmodell.
Was dein Pferd im Stallalltag davon hat
Du möchtest nicht nur Verhalten benennen, sondern bessere Entscheidungen treffen. Die Intensiv-Woche verbindet Beobachtungen aus der Herde mit deinem Alltag: Was könnte hinter Unruhe stecken? Welche Beziehungen geben deinem Pferd Sicherheit? Nach Marc Lubetzkis eigener Aussage reichen oft minimale Anpassungen für eine große Verbesserung – auch ohne Zugang zu einer großen Herde.
Das nimmst du mit
- Du erkennst Stresssignale früher und kannst Belastungen im Alltag aufmerksamer einordnen.
- Du verstehst Rangordnung und Freundschaften, statt jede Begegnung als Machtfrage zu lesen.
- Du leitest mögliche Ursachen von Problemen bei Hauspferden ab, statt nur Symptome zu betrachten.
- Du richtest Haltung und Fütterung näher an den natürlichen Bedürfnissen deines Pferdes aus.
- Du liest Körpersprache und feine Signale bewusster, damit eure Kommunikation klarer wird.
Für dein Pferd sind mehr Ruhe, passendere Haltung und weniger Druck das Ziel. Für dich entsteht ein roter Faden, der Entscheidungen sicherer macht und widersprüchliche Ratschläge leichter einordnen lässt. Marc Lubetzki hat die Regeln der Wildpferde zunächst bei seinen eigenen Pferden angewendet – die Verbindung zwischen Feldbeobachtung und Stallalltag gehört damit zum Ausgangspunkt seiner Arbeit.
In einem Fachmagazin-Interview beschreibt Marc Lubetzki diese Erfahrung mit den Worten: „Von den Wildpferden habe ich gelernt, wie ich mit meinen Pferden zuhause eine vertrauensvolle und feine Kommunikation aufbaue.“ Das folgende Video stellt Wildpferde und Hauspferde gegenüber und greift die Frage auf, was ihre unterschiedlichen Lebensbedingungen für Pferde bedeuten.

Für wen die Intensiv-Woche gemacht ist
Die Intensiv-Woche passt zu dir, wenn du Pferde besitzt, hältst oder dich für Wildpferdeforschung und natürliches Pferdeverhalten interessierst. Du brauchst keine langjährige Erfahrung. Als Einsteiger gewinnst du Orientierung; als Fortgeschrittener kannst du vertraute Deutungen überprüfen. Eine Woche mit einem klaren Schwerpunkt bietet Raum, Zusammenhänge statt einzelner Stallregeln zu verstehen.
Marc Lubetzki, der seine Beobachtungen auch in Filme, Bücher und Vorträge übersetzt, ist laut Kosmos Verlag SPIEGEL-Bestseller-Autor und seit 2012 mit „Expedition Pferd“ unterwegs; der Verlag verweist beim Nachfolgetitel ausdrücklich auf den Erfolg von „Im Kreis der Herde“. Als Fachredner für naturnahe Pferdehaltung und achtsamen Umgang gestaltete er laut Veranstaltungsbericht auf der Hanse Pferd in Hamburg die knapp 100 Quadratmeter große Sonderschau „Wilde Pferde als Vorbild“ bei großem Besucherandrang.
Die Intensiv-Woche Herdenverhalten ist das vertiefende Live-Format zu diesem einen Thema. Wenn du Herdengeschehen nicht länger nur vermuten, sondern genauer verstehen möchtest, nimm dir diese Woche für einen bewussteren Blick auf dein Pferd – und für Entscheidungen, die sich an seinen natürlichen Bedürfnissen orientieren.
Häufige Fragen zur Intensiv-Woche Herdenverhalten
Woher stammen die Inhalte zum Herdenverhalten?
Aus eigenen Feldbeobachtungen bei frei lebenden Pferden: Marc Lubetzki filmt seit Frühjahr 2012 auf Drehreisen in mehreren Wildpferde-Gebieten über alle Jahreszeiten hinweg und wertet die Aufnahmen systematisch aus.
Was bedeutet Herdenverhalten bei Wildpferden?
Die Herde ist der Mittelpunkt ihres Lebens. Jede Gruppe gehört zugleich zu einem größeren Herdenverband, einer Sozialgemeinschaft im selben Lebensraum. Im Zusammenleben geht es um die Balance aus Nähe und Distanz.
Bringt mir das etwas für mein Hauspferd?
Ja. Die Beobachtungen werden in konkrete, alltagstaugliche Impulse übersetzt. Ziel sind mehr Ruhe im Alltag, passendere Haltung, klarere Kommunikation und weniger Druck im Umgang mit deinem Pferd.
Gibt es heute überhaupt noch echte Wildpferde?
Nach streng wissenschaftlichen Kriterien nein. Laut Marc Lubetzki ist genetische Reinheit aber nur die halbe Wahrheit: Für das Verhalten ist der Lebensraum entscheidender, in dem die Pferde leben.
Brauche ich Vorkenntnisse?
Nein. Die Intensiv-Woche richtet sich an Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen. Sie beginnt bei den Grundlagen von Nähe, Distanz und Herdenstruktur.
In welchem Format findet die Intensiv-Woche statt?
Die Intensiv-Woche findet als Live-Online-Kurs in deutscher Sprache statt. Eine Woche lang konzentrierst du dich auf genau ein Schwerpunktthema: Herdenverhalten.
Stimmt es, dass ich in der Herde der Chef sein muss?
Diese Stallweisheit weist Marc Lubetzki klar zurück. Du lernst, was Rangordnung bei frei lebenden Pferden tatsächlich bedeutet und wie erfahrene Stuten Konflikte vermeiden, bevor sie entstehen.
Autor: Marc Lubetzki
Als Wildpferdeforscher, Tierfilmer und Bestsellerautor macht Marc Lubetzki das Verhalten freilebender Pferde verständlich. Seine Bücher und die Intensiv-Woche Herdenverhalten vermitteln Pferdeleuten Wissen über Herdenleben und Pferdesprache.
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